Ausgezeichnet: "Niesetalweg" ist jetzt "Qualitätsweg"

Ausgezeichneter Weg - mit dem Zertifikat von li. nach re.: Ansgar Steinnökel, Katja Krajewski (beide Gesellschaft für Wirtschaftsförderung), Gerd Hesse (stellv. EGV-Vorsitzender)Foto: GfW Höxter Der Niesetalweg ist mit dem Gütesiegel "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet worden! Der Eggegebirgsverein freut sich, dass damit ein lang geplantes Wegeprojekt erfolgreich abgeschlossen werden konnte.  

Die Urkunde des Deutschen Wanderverbandes (DWV) nahm EGV-Vorstandsmitglied Gerd Hesse am 12.01.2019 auf der Messe "Fahrrad- und WanderReisen" in Stuttgart gemeinsam mit Katja Krajewski und Ansgar Steinnökel (Gesellschaft für Wirtschaftsförderung des Kreises Höxter) entgegen. Der Weg gehört somit zu den Top-Wanderwegen in Deutschland.

Der Niesetalweg verläuft zwischen der Abtei Marienmünster und dem Malerstädtchen Schwalenberg. Der Weg ist gut 25 km lang und als Rundweg konzipiert. Namensgebend ist der Niesebach, der am Osthang des Köterbergs entspringt. Der Niesetalweg ist der erste zertifizierte große Rundwanderweg im Kreis Höxter. In Teilen verläuft er im Kreis Lippe und damit im Vereinsgebiet des befreundeten Teutoburger-Wald-Verbandes.

Ein Qualitätsweg muss eine Vielzahl von Kriterien erfüllen, um das begehrte Zertifikat des DWV zu erhalten. So muss auf mind. 35% seiner Länge ein naturnaher Bodenbelag nachgewiesen werden - der Niesetalweg schafft sogar 50%. Darüber hinaus muss die Wegführung abwechslungsreich sein und es bedarf etwa einer ganzen Reihe von landschaftlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten am Weg.

Der Niesetalweg hat all diese Kriterien erfüllt. Herausragend ist der beständige Wechsel von Wald, Feldflur und Wiesen. Weitere Abwechslung bieten die Passagen an der Abtei Marienmünster und mitten durch die malerische Altstadt von Schwalenberg. Die landschaftlichen Besonderheiten liegen vor allem in der stillen Nieseaue selbst. Der Niesebach wird gleich mehrfach vom Niesetalweg gequert. Zu den schönsten Wegabschnitten gehört der Hellberg-Pfad bei Papenhöfen, der an einem bewaldeten Steilhang verläuft. Aussichtspunkte wie der Dohlenberg und der Grafenblick am Burgberg in Schwalenberg mit Fernblick auf das Eggegebirge ergänzen das Wandererlebnis. Schließlich gibt es an der Abtei Marienmünster und in Schwalenberg beliebte Einkehrmöglichkeiten.

Die ersten Überlegungen für den Niesetalweg gehen auf das Jahr 2014 zurück. Ermuntert vor allem vom damaligen Hauptwegewart des EGV, Josef Jakob, nahm EGV-Vorstandsmitglied Thomas Strathmann die Wegeplanungen auf. Aufgrund der hohen Standards, die an einen Qualitätsweg gestellt werden, dauerte es eine ganze Weile, bis eine geeignete Wegführung gefunden werden konnte. Bis zuletzt wurde an Optimierungen der Wegführung gearbeitet.

Bei der Planung des Weges erwies sich die enge Zusammenarbeit mit dem Lippischen Heimatbund und dem Teutoburger-Wald-Verband als ausgesprochen produktiv. Die Städte Marienmünster und Schieder-Schwalenberg haben das Projekt ebenfalls nach Kräften unterstützt.

Die Wegekennzeichnung des Niesetalweges ist durch den EGV mit tatkräftiger Hilfe aus der Ortschaft Kollerbeck und des Lippischen Heimatbundes hergestellt worden. Der Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge hat die Kennzeichnung finanziell gefördert. Das Zertifizierungsverfahren für den Weg wurde im Rahmen des Projektes "Zukunftsfit Wandern im Teutoburger Wald" umgesetzt. Dieses Projekt wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Das Tourismusbüro AUbE, Bielefeld, erstellte die Zertifizierungsunterlagen. 

Der EGV stärkt mit dem Niesetalweg den Wandertourismus in der Region und fördert nicht zuletzt die Lebensqualität in den Dörfern und Städten seines Vereinsgebietes. Der Eggegebirgsverein wünscht allen Wanderinnen und Wanderern schöne Stunden auf dem Weg und bedankt sich bei allen Mitwirkenden für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Man sieht sich - vielleicht auf dem Niesetalweg?!

Informationen zum Weg finden Sie hier.

Auskünfte zum Weg erteilt;
Thomas Strathmann
0162 3589 343
t.strathmann@mailbox.org