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Freitag, 18.05.2012
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Verabschiedung von Konrad Kappe aus dem Amt des EGV-Vorsitzenden
Konrad Kappe gab den Wanderstab weiter
Bad Driburg (hg) Es war die freundlich-feierliche Atmosphäre im großen Rathaussaal von Bad Driburg, die die offizielle Verabschiedung von Konrad Kappe als Vorsitzender des Eggegebirgsvereins prägte. Schließlich war er knapp 40 Jahre der Chef des Eggegebirgsvereins und seiner knapp 7000 Mitglieder in 50 Abteilungen im Hochstift Paderborn.
Auf diese eigenartig beeindruckenden Momente wies auch Driburgs Bürgermeister Burkhard Deppe hin, als er dem Ehrenbürger der Stadt zum Lebensabschnitt „nach dem EGV“ die guten Wünsche überbrachte. Kappe habe den Eggegebirgsverein nicht nur geführt und geleitet, er habe ihn zu seiner derzeitigen Bedeutung geführt, die Naturschutz und Tourismus der Eggeregion maßgeblich mit präge.
Auf die permanente Kümmernis um die Region, um die Kreise Höxter, Paderborn und Lippe, von den Externsteinen bis Marsberg wies auch Landrat Friedhelm Spieker (Kreis Höxter) hin. Nun reiche der „Mister EGV“ den Wanderstab weiter, nachdem der Träger der Verdienstmedaille des Kreises Höxter viele Meilensteine gesetzt habe, die dem Wanderverein den Weg in die Zukunft anzeigten.
Der Eggegebirgsverein mit Kappe an der Spitze habe in der Vergangenheit die aktuellen Diskussionen in den Bereichen Natur, Kultur, Gesundheit und Tourismus immer höchst aufmerksam begleitet, Stellung bezogen und konstruktive Ideen eingebracht, die gehört worden seien. Das möge auch in Zukunft geschehen, sagte der stellvertretende Landrat Wolfgang Schmitz für den Kreis Paderborn.
Die Naturparkidee als ihr Botschafter von Anfang an begleitet und ein glühender Verfechter für die Region Teutoburger Wald und Eggegebirge gewesen zu sein, das bestätigten Christian Schön, Verbandsvorsitzender des Naturparks Teutoburger Wald – Eggegebirge und Geschäftsführer Dirk Watermann, dem scheidenden Vorsitzenden. Sie überbrachten auch die Grüße des lippischen Landrats Friedel Heuwinkel.
Jörg Haase, Vizepräsident des Deutschen Wanderverbandes, erinnerte an 40 Jahre effektive und harmonische Mitwirkung des Eggegebirgsvereins in der großen Deutschen Wandererfamilie. Die Ausrichtung der beiden Deutschen Wandertage 1981 und 1998 – und die Terminierung für 2015 – in Paderborn, das seien beredte Zeugnisse einer aktiven und bundesweiten Mitgestaltung in der Wandersache. Grüße des Präsidenten des Deutschen Wanderverbandes, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß und des Ehrenpräsidenten, Staatsminister Karl Schneider, verband Jörg Haase mit dem Hinweis auf die Einzigartigkeit einer so langen „Dienstzeit“ für den EGV im gesamten Deutschen Wanderverband.
Mit seinen Grußworten überbrachte Paderborns Bürgermeister die herzliche Einladung für den Deutschen Wandertag 2015 in der gastgebenden Stadt Paderborn. „Wir können das!“ sagte Paus und verwies auf den NRW-Tag 2007 in Paderborn und die jährlichen Liboriwochen. „Kommen Sie nach Paderborn, kommen Sie zum Deutschen Wandertag mit Natur – Kultur – Geschichte und seien Sie unsere Gäste.
Ernst-Heinrich Uber, Leiter des Regionalforstamtes Hochstift, bestätigte in seinem Grußwort die gute Zusammenarbeit zwischen Wanderverein und Forstleuten. Der EGV sei immer ein guter Partner und Multiplikator für die „Grüne Zunft“, man habe Wanderer gern als Gäste im Wald, weil auch sie verlässlich dem Schutz der Natur und ihrer angemessenen Nutzung verbunden seien.
Respekt und Anerkennung zollten auch Tobias Valentin und Markus Backes für die OWL Urlaubsregion dem scheidenden EGV-Vorsitzenden, dem die Förderung des Tourismus und die Zusammenarbeit mit seinen Organisationen immer ein wichtiges Anliegen gewesen sei.
Sehr persönliche Worte des Dankes fanden Renate Mügge für den Heimatverein Bad Driburg und Gabriele Sprenger als stellvertretende Vorsitzende. Erstere dankte u.a. für die Förderung der Jugendarbeit im EGV und für die Mitarbeit im Heimatverein, als einer Abteilung des Eggegebirgsvereins. Letztere dankte für das überaus langjährige Engagement und lud die Festgesellschaft zum Imbiss ein.
Gerhard Herdam, Ehrenmitglied des Eggegebirgsvereins und langjähriger Wegbegleiter als Schriftführer und stv. Vorsitzender, richtete ein sehr persönliches Grußwort an seinen ausscheidenden Vorsitzenden. Er blickte zurück auf vierzig Jahre Vorstandsarbeit, wie es nur ein Insider wie er es kann, und er vergaß nicht, Elisabeth Kappe herzlich zu danken. Er erinnerte an die Wanderkartendrucke zu Beginn der siebziger Jahre, die den EGV vor schwierige Vorfinanzierungen stellte, und an eine hohe Nachforderung der Musikverlage beim Andruck des EGV-Liederbuches. Er berichtete von den notwendigen Annäherungen des EGV an die Eggeland-Kommunen bei Wegerechtskennzeichnung. Er selbst, ehemals Verkehrsamtsleiter der Stadt Bad Driburg, konnte auch dezidiert etwas aussagen zur engen Zusammenarbeit mit den Touristikvertretern. Die hübscheste Geschichte war wohl die von der Herstellung der Wandertagsabzeichen für 1981 in privaten Kellerräumen, die in Eigenleistung aus Birkenzweigen gesägt und mit dem Brennstempel bearbeitet wurden. Und Gerhard Herdam wusste zu erzählen von den finanziellen Risiken, die der EGV bei der Ausrichtung der Wandertage eingehen musste. Sein persönlich-freundschaftliches Fazit: „Konrad Kappe ist bei allen Ehrungen, die ihm im Verlauf seiner ehrenamtlichen Leistungen zuteil wurden, geblieben was er immer war: Ein bescheidener Mensch!“
Der neue Vorsitzende des Eggegebirgsvereins, Helmut Bangert, moderierte die Verabschiedung Konrad Kappes mit Beamerhilfe gekonnt und unaufdringlich als eine einzige Laudatio. Sein Rückblick in die Zeit vor vierzig Jahren – er hatte gerade seinen Führerschein gemacht – rief bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nostalgische Erinnerungen wach. Katrin Emmerich und Ascelina Klee (Landespreisträger Jugend musiziert 2010) begleiteten die Verabschiedung am Klavier und Klarinette mit Musikstücken von Nils W. Gade, Joseph Haydn und Faustin und Maurice Jeanjean und gaben der Feier damit einen wunderfeinen Rahmen.
Konrad Kappe selbst dankte zum Schluss allen seinen Weggefährten mit bewegenden Worten. Vor allem an „meine Elisabeth“ und an seine Familie dachte Kappe dabei. Danke, Danke, und – Frisch auf! Konrad Kappe!













