Wimpelgruppe auf dem Weg nach Melle in Kleinenberg empfangen

Wimpelgruppe auf dem Weg nach Melle empfangen

Wandertrecke von Süd nach Nord ist eine großartige Leistung

Die Wimpelgruppe 2011 beim Empfang in Kleinenberg auf dem GrunewaldhgKleinenberg (hg) Mit einer großen Delegation hat die Abteilung Kleinenberg des Eggegebirgsvereins (EGV) die Wimpelgruppe für den Deutschen Wandertag 2011 auf ihrem Weg von Freiburg nach Melle empfangen. Stv. Landrat Wolfgang Schmitz (Kreis Paderborn), stv. Bürgermeister Hermann Dickgreber (Lichtenau), Jörg Altemeier als Bürgermeisterstellvertreter in Lichtenau, und der Vorsitzendes des Eggegebirgsvereins, Helmut Bangert, waren mit den Vertreterinnen und Vertretern der Kleinenberger Abteilung und den Mitwanderern aus verschiedenen Abteilungen - und mit dem Hauptwanderwart des EGV, Willi Glunz, zum Eggeweg „Auf dem Grunewald“ gekommen, um die Mitglieder der Wimpelgruppe am Ende ihrer 30. Etappe zu begrüßen und sie im Gasthaus Engemann zu empfangen.

Glunz hatte die Gruppe mit einigen Wanderfreunden auf ihren Etappen durch das Eggegebirge geführt und begleitet. In den Grußworten drückten die Vertreter des Eggegebirgsvereins ihre Hochachtung vor der Leistung der Wanderfreunde aus dem Schwarzwald aus. Wolfgang Schmitz (stv. Landrat PB), Helmut Bangert (EGV), Hermann Dickgreber (Stadt Lichtenau) und Herbert Hoffmann (Paderborner Land) stellten die Region, die Stadt Lichtenau und den Eggegebirgsverein vor.

820 Kilometer zu Fuß in 36 Etappen – es hört sich an, wie eine total verrückte Idee. Dahinter steckt aber die gute Tradition, das Symbol der Deutschen Wandertage von Austragungsort zu Austragungsort „Per Pedes“ zu tragen. Deshalb sind die Mitglieder der Wimpelgruppe aus dem Schwarzwald: Eva und Laurenz Boedeker, Dietmar Hartmann, Klaus-Peter Möller, Judith Runte und Leo Weiß, seit Anfang Juli unterwegs und legen nahezu täglich einen Schnitt von 24 Kilometern vor. Begleitet und empfangen werden sie dabei von den Vertretern der regionalen Wandervereine, deren Gebiet sich durchwandern: Odenwaldclub, Taunusclub, Westerwaldverein, Hessisch-Waldeckischer Gebirgsverein, Sauerländischer Gebirgsverein, Eggegebirgsverein, Teutoburger Waldverein und Wiehengebirgsverein. Den Tageschnitt müssen die Wimpelträgerinnen und Wimpelträger auch halten, damit sie den Wandertagswimpel am 11. August pünktlich an die Gastgeber im Osnabrücker Land, im Rathaus in Melle, übergeben können.

Die Tradition der Wimpelwanderung geht auf eine Idee des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) zurück. Im Jahre 1952 stiftete der SGV den Wandertagswimpel. Er wurde das erst Mal von Iserlohn nach Bad Bernecke ins Fichtelgebirge getragen. Dabei lautet das eherne Gebot: Der Wimpel muss zu Fuß reisen, er verträgt das Fahren nicht! Im nächsten Jahr „geht“ der Wimpel dann nach Bad Belzig im Fläming. Dies ist die Kreisstadt des Landkreises Potsdam-Mittelmark im Bundesland Brandenburg, im Umfeld Berlins (350 km). Der Eggegebirgsverein (EGV) hatte zweimal die Ehre, mit dem Wimpel zu wandern: 1982 Bad Driburg-Eutin und 1999 Bad Driburg Dübener Heide. Die Wandertagswimpelgruppe des EGV findet sich in diesem Jahr zum 30. Mal zusammen, um unter der Leitung von Franz Josef Eilebrecht nach Melle zu wandern.

Bild:

Die Wimpelgruppe des Deutschen Wandertages 2011 auf ihrem Weg von Freiburg nach Melle im Osnabrücker Land, beim Empfang durch den Eggegebirgsverein Kleinenberg. Mitte hinten: stv. Landrat Wolfgang Schmitz, stv. Bürgermeister Hermann Dickgreber und EGV-Vorsitzender Helmut Bangert.