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Freitag, 18.05.2012
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Eggeweg erwandern - mit Sicherheit
Rettungskonzept ist errichtet
Den Eggeweg erwandern – aber mit Sicherheit
Der Eggeweg ist der Erste Qualitätswanderweg in Deutschland.
Nun ist mit Rettungspunkten ausgestattetEGV/Dt. WanderverbandKreise Paderborn und Höxter (hg) „Die Wanderer auf dem Eggeweg dürfen erwarten, dass für ihre Sicherheit alles getan wird.“ So kommentierte Landrat Manfred Müller (Kreis Paderborn) die Einrichtung eines neuen Rettungssystems, das vom Vorsitzenden des Eggegebirgsvereins, Konrad Kappe, und von Hauptwegewart Josef Jakob an der Johann-Kiene-Hütte (Fernsehturm) der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Hubertus Backhaus, Landrat des Kreises Höxter hatte bei der Vorstellung an der Knochenhütte (Altenbeken) festgestellt: „Das sind möglicherweise die entscheidenden Minuten, die sonst durch unnötiges Suchen in der Landschaft verloren gehen könnten. So können die Rettungskräfte ganz gezielt und geleitet anfahren und in kürzester Zeit Hilfe leisten.“ Manfred Müller findet auch, dass das Rettungssystem ein weiterer wichtiger und fördernder Baustein für die Tourismusregion des Naturparks Teutoburger Wald - Eggegebirge ist. Der Verband hat immerhin rund die Hälfte der Kosten von 3000 Euro zum Projekt beigesteuert.
Josef Jakob, Hauptwegewart des Eggegebirgsvereins, hat das für Nordrhein-Westfalen erste Rettungssystem auf einem Wanderweg konzipiert und es in enger Abstimmung mit der Polizei, mit der Feuerwehr und mit der Forstverwaltung in den Kreisen Paderborn und Höxter anwendbar gemacht. An 28 Rettungspunkten, das sind in der Regel anfahrbare Hütten entlang des Eggeweges, sind Schilder angebracht, die neben ihrem Namen eine bestimmte Nummer tragen. Wer im Rettungsfall die Nummer des Rettungspunktes an die „112“ durchgibt, der kann sich des Auffindens durch den Rettungswagen in kürzest möglicher Zeit sicher sein.
Jakob: „Es bestand hier dringender Handlungsbedarf.“ Er selbst habe sich auf dem Eggeweg den Fuß verletzt und dabei gedacht: Wäre es schlimmer gekommen, es hätte mich hier kein Mensch finden können. Das ergänzt der Vorsitzende des Eggegebirgsvereins, Konrad Kappe. Er musste vor Jahren mit einem Bänderriss acht Kilometer laufen, um Hilfe zu erhalten. Kappe weiß auch von einem dramatischen Vorfall 1989, bei dem ein Wanderer nach einem Herzanfall auf dem Eggeweg verstorben sei. Bei der Vorstellung des Systems im Landesvermessungsamt, so Josef Jakob, sei man sehr aufmerksam geworden. Eine Pilotfunktion für das ganze Land sei durchaus denkbar.
Der Eggeweg ist der erste Wanderweg, der nach den stringenten Richtlinien des Deutschen Wanderverbandes zertifiziert wurde. Diese Auszeichnung „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ wurde im letzten Jahr für weitere drei Jahre anerkannt. Von den Externsteinen bis nach Obermarsberg ist der Eggeweg 72 Kilometer lang. Wegezeichen ist das Andreaskreuz und das E 1-Zeichen, weil der Eggeweg auch Teilstück des Europäischen Fernwanderweges Nr. 1 ist.
Die 28 Rettungspunkte am Eggeweg: Silbermühle, Landschützhütte, Hakehütte, Schwarzes Kreuz, Rehberghütte, Knochenhütte, Heinrich-Heine-Hütte, Driburger Hütte, Schöne Aussicht, Klusenberghütte, Radbaumhütte, Schutzhütte Herbram Wald, Neuenheerser Klippen, Asselner Hütte, Paderborner Berg, Willebadesser Hütte, Johann-Kiene-Hütte, Alte Eisenbahn, Krollhütte, Hütte bei Bierbaums Nagel, Borlinghauser Hütte, Rothers Eiche, Mittelwald, Blankenrode Liebesbuche, Feldberghütte, Dorplatz Oesdorf, Dorfplatz Essentho, Rathaus Marsberg.
Freigabe der Rettungspunkte mit Landrat Manfred Müller (Paderborn)hgIm Bild, von links: Tobias Müller (Rettungssanitäter), Dirk Watermann (Naturpark), Landrat Manfred Müller (Kreis Paderborn), Josef Jakob (Hauptwegewart EGV), Björn Buxot (Rettungssanitäter), Helmut Birkenfeld (Regionalforstamt Hochstift), Konrad Kappe (Vorsitzender EGV).


