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Freitag, 18.05.2012
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Gerhard Herdam erhält Ehrenplakette der Stadt Bad Driburg
"Wir sind stolz auf sie!" so der Ausspruch des Bürgermeisters der Stadt Bad Driburg, Burkhard Deppe, der am Freitag, dem 21. Januar 2011 die Ehrung im Rathaussaal der Stadt Bad Driburg vornahm. "Sie haben die Grundlagen dafür geschaffen, dass sich unser kleines Land-Badestädtchen Bad Driburg heute zu den bedeutendsten Kur- Badestädten in Nordrhein-Westfalen zählen kann. Gerhard Herdam wurde 1920 in St. Andreasberg im Hochharz geboren, hat seine Ausbildung bei einem Rechtsanwalt und Notar gemacht und war bereits 8 Jahre Geschäftsführer der städt. Kurverwaltung in St. Andreasberg, bis er dann am 1. April 1955 als Verkehrsamtsleiter seinen Dienst in Bad Driburg antrat. Mit unermüdlichem Einsatz, Geradlinigkeit und Verantwortungsbewusstsein baute Gerhard Herdam das Fremdenverkehrswesen zu einer Zeit auf, in der der Eigentümer des Privatbades, Graf Oeynhausen-Sierstorpff, ebenfalls nach den Kriegswirren den Kurbetrieb gerade erst wieder aufgenommen hatte. In dieser Zeit ist ein wesentlicher Teil der Infrastruktur für die Kur- und Verkehrsverwaltung durch den Bau von Kliniken, Hotels und Pensionen geschaffen worden. Ehrenamtlich hat sich Gerhard Herdam über sein berufliches Engagement hinaus lange Zeit als Geschäftsführer des Kur- und Verkehrsvereins, zwei Jahre als dessen Vorsitzender für die Belange eingesetzt.
Auch im Eggegebirgsverein war er ehrenamtlich tätig. "Schon ein Jahr nach seinem Dienstantritt in Bad Driburg wurde er Mitglied im Hauptvorstand des Eggegebirgsvereins und das über mehr als 50 Jahre," so wusste Helmut Bangert, der Hauptvorsitzende des Eggegebirgsvereins zu berichten. "Es gibt nicht viele Menschen, die mehr als ein halbes Leben, mehr als 50 Jahre hindurch einen Verein so aktiv unterstützen, wie es Gerhard Herdam getan hat". Nach seinen Aufgaben als Schriftführer und Beirat wurde Herdam 1980 zum stellv. Hauptvorsitzenden des Vereins mit einer Mitgliederzahl von nahezu 6000 Mitgliedern gewählt und bekleidete dieses Amt 18 Jahre. Helmut Bangert gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass Herdam 2015 beim Deutschen Wandertag in Paderborn den dritten Deutschen Wandertag in seinem Heimatgebiet erleben möge. Die Gesamtorganisation der ersten beiden Deutschen Wandertage 1981 und 1998 in der heimischen Region in Bad Driburg habe doch erheblich vom Wissen Herdams profitiert, so Burkhard Deppe. Mit dem Bad Driburger Wanderpass habe er einen weiteren Baustein für die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bad Driburg und dem Eggegebirgsverein gelegt.
So sind seit der Einführung im Jahr 1979 bis zum Jahr 1996 ca. 59.000 Personen mitgewandert. Im Jahr 2010 waren es dann schon ca. 70.000 Personen, eine beachtliche Summe.
Dieses und noch einige Erinnerungen wusste Gerhard Herdam in seinen Dankesworten zum Besten zu geben. Er erinnerte daran, wie schwierig die Trinkwasserversorgung in den höher gelegenen Straßen Bad Driburgs an heißen Sommertagen war. Könnten wir uns überhaupt noch vorstellen, wie es in Bad Driburg ohne die Umgehungstraße aussehen würde? Ohne diese Umgehungstraße hätte es keine weitere Anerkennung als Heilbad gegeben. Auch wusste er noch zu berichten, dass ihn eine Bekannte in St. Andreasberg gefragt hat: "Stimmt es, dass Sie sich nach Bad Driburg verändern wollen? Dort war mitten in der Stadt ein Misthaufen, der bald die Höhe eines kleinen Hauses hatte. Diese Gräfliche Miste hat Herdam aber nicht mehr erlebt.
Burkhard Deppe überreichte Gerhard Herdam die Ehrenplakette der Stadt Bad Driburg mit allen guten Wünschen und der Bitte, sich in das "Goldene Buch" der Stadt Bad Driburg einzutragen.
Gerhard Herdam beim Eintrag ins
"Goldene Buch" der Stadt Bad Driburg.


