110 Jahre Eggegebirgsverein Bonenburg

Der EGV geht mit der Zeit.

Tag des Baumes war der feierliche Jubiläumsrahmen.

Bonenburg. Dass der EGV mit der Zeit geht und seine Schwerpunkte den aktuellen Erfordernissen und Notwendigkeiten anpasst, das bescheinigte Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln den Wanderfreundinnen und Wanderfreunden. Über 500 von ihnen waren in die Schützenhalle nach Bonenburg gekommen, um das Jubiläum „110 Jahre Eggegebirgsverein Bonenburg“ und den Tag des Baumes 2010 zu begehen. Sei es früher die Heimatpflege und die Geselligkeit gewesen, so seien es heute der Naturschutz und die Sorge um den Bestand der heimatlichen Kulturlandschaft, die als Schwerpunkte der ehrenamtlichen Arbeit des Eggegebirgsvereins zu gelten hätten. „Wenn wir unsere kostbare Landschaft und ihre Kulturgüter bewahren und sie mit unseren Kindern teilen wollen, dann gilt es mit allen Kräften in den Bereichen Landschaftsschutz und Brauchtumspflege mitzuwirken. Für diese Aufgaben müssen wir auch die Jugendlichen gewinnen“, so Stickeln. Beim EGV geschehe das in einer starken, ehrenamtlichen und lebendigen Gemeinschaft, der man gerade in der heutigen Zeit große Hochachtung entgegenbringen sollte.

Im Bild von links:
Gerhard Rose, Bezirksausschussvorsitzender;
Konrad Kappe, Hauptvorsitzender des EGV;
Horst Brune, Wegewart der Abteilung Bonenburg;
Michael Stickeln, Bürgermeister der Stadt Warburg;
Albert Huppertz, stellv. Landrat;
Wilfried Pennig, Vorsitzender der Abteilung Bonenburg

 

 

 

Stv. Landrat Albert Huppertz war es in seiner Festansprache wichtig, am Tag des Baumes auf die grundsätzliche Bedeutung des Waldes hinzuweisen. „Geht es dem Wald an den Kragen und den Bäumen an die Krone?“, fragte er provozierend. Und er stellte fest: „Vieles muss der Wald erdulden, hoffentlich hat er auch Geduld mit uns.“ Es sei dringend notwenig, dass der Mensch seiner Liebe zum Wald, nicht nur vor der eigenen Haustür, auch Taten folgen lasse. Es gehe nicht an, dass in menschfernen Gebieten die Raupenketten der großen Maschinen große Waldgebiete aus Profitgier abholzten. Wie es genauso wenig angehen könne, dass die heimatlichen Wälder als Müllabladeplatz missbraucht würden. Der Waldreichtum des Kreises Höxter sei in seiner Struktur mit großen Buchenanteilen einmalig in Nordrhein-Westfalen. Neben den vielfältigen Erholungs- und Freizeitbereichen, seien die Wälder auch Wirtschaftswälder. Deshalb sei es gut und richtig, Nachhaltigkeit zu praktizieren.

Der Vorsitzende des EGV Bonenburg, Wilfried Pennig, Hauptvorsitzender Konrad Kappe, der Vorsitzende des Bezirksausschusses, Gerd Rose und Ortsheimatpfleger Anton Rose, begrüßten die Wanderfreundinnen und Wanderfreunde aus den 50 Abteilungen des EGV. Die Gesangvereine Bonenburgs und die Tanzgruppe der DWJ Kleinenberg gestaltenden ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Mit dem Pflanzakt einer Kastanie wurde dem Tag des Baumes 2010 in Bonenburg ein lebendiges Zeichen gesetzt, das in die kommenden Generationen hineinwirken soll. Ganz im Sinne von Bürgermeister Stickeln, der sagte „Bäume verbinden uns mit der Vergangenheit und mit der Zukunft.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die kleinen Tänzerinnen von der Deutschen Wanderjugend erholen sich nach anstrengendem Auftritt.